Wie war das mit der Steuer?

Ist Eigenverbrauchsstrom wirklich kostenlos?

Sie bauen eine PV-Anlage und es wird Ihnen vorgerechnet, dass Sie damit jederzeit kostenlosen Solarstrom vom eigenen Dach nutzen können.
Stimmt das?
Richtig ist, dass der Solarstrom über die Einmal-Investition der Anlage kostenlos produziert wird.
Aber was macht der Staat?
Sobald Sie mit der eigenen Anlage in das Netz einspeisen und sich die Umsatzsteuer beim Kauf erstatten lassen, ist jeglicher Eigenverbrauch eine Privatentnahme und wird steuerlich ähnlich behandelt wie die private Nutzung eines Firmenwagens: jede kWh die man selber nutzt muss genauso versteuert werden wie jeder selbst gefahrene Kilometer mit dem Firmenauto.

Berechnungsbeispiel:
Sie steuern überschüssigen Solarstrom aus einer normalen PV-Anlage mit oder ohne Speicher über einen Heizstab in die Warmwasseraufbereitung.
Durch die Einspeisung sind Sie nun Unternehmer und müssen damit auf den Strompreis Ihres  Anbieters, also ca. 25 Cent netto (Achtung: fälschlicherweise gehen manche noch von der alten Regelung aus, nach der die Selbstkosten von ca. 10 Cent ansetzbar waren!) die Umsatzsteuer von 19% und die persönliche Einkommensteuer (z.B. 30%), sowie ggf. noch zusätzlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer abführen. Damit entsteht durch den Eigenverbrauch von Solarstrom ein Kostenblock von über 50% auf den Strompreis, also über 12 Cent pro kWh, die an den Staat gezahlt werden müssen!
Damit ist die Warmwassererwärmung in diesem Fall viel teurer als aus anderen Quellen.
Leider ist das vielen Mitbewerbern im PV- und Speicher-Vertrieb noch nicht bewusst.

Wie können Sie das vermeiden?

Wenn Sie eine PV-Anlage mit DC-seitig gekoppeltem Speicher (nur dann geht das technisch) „netzparallel nichteinspeisend“ betreiben, dann sind Sie Privatmann und müssen auf den Eigenverbrauch keine Steuern bezahlen.
Folgende Nachteile sind zwar finanziell damit verbunden:

  • Sie müssen die Anlage brutto bezahlen, bekommen die Umsatzsteuer von 19% auf den Kaufpreis also nicht erstattet
  • Es findet keine Überschusseinspeisung statt, Sie verzichten also auf bspw. 125 € (bei 1000 kWh Einspeisung) pro Jahr
  • Sie können die Abschreibung aus der Anlage nicht nutzen

Da es allerdings ohnehin Ihr Ziel sein sollte  – insbesondere wenn Sie einen Stromspeicher betreiben – möglichst wenig einzuspeisen und einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu erzielen, ist der Betrieb der Anlage „netzparallel nichteinspeisend“ in den meisten Fällen wirtschaftlicher als die klassische einspeisende Variante.
Übrigens: sollte der Strompreis weiter steigen – und dazu haben Sie sicher seine eigene Meinung dazu – dann steigt auch die Steuerlast pro eigenverbrauchter Kilowattstunde. Obwohl Einspeisevergütung oder Abschreibung nicht steigen.

Sie haben Fragen zur Technik oder den Details der Eigenverbrauchsversteuerung?

Sprechen Sie uns gerne darauf an! Wir haben uns intensiv mit unseren Partnern damit auseinandergesetzt und ein umfangreiches Rechts- und Steuergutachten dazu in Auftrag gegeben und helfen Ihnen gerne, die optimale Lösung für Sie und Ihre Bedürfnisse zu finden!

Kontaktieren Sie uns!

Per Email an Solemo GmbH oder einfach anrufen unter: +49 (0) 171 / 801 21 55  bzw. +49 (0) 9962 / 200 92 35

 
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